Haus zum Roten Turm

C A F É   Z U M   R O T E N   T U R M 


H E R B E R G E 


Bauherr
Stadt Erfurt

Baukosten
1.250.000,00 €

Fertigstellung
2004


Vorhaben

Die Krämerbrücke ist ein historisches Brückenbauwerk und als Kulturdenkmal ein Wahrzeichen für die alte Handelsstadt Erfurt. Die Brücke befindet sich im Sanierungsgebiet von Erfurt und verbindet den Benediktiplatz mit dem Wenigemarkt.
Das Haus „Zum Roten Turm“ (Krämerbrücke 17) bildet zusammen mit der Ägidienkirche und deren Turm den Brückenkopf am Wenigemarkt.
Das Gebäude wird komplett saniert.

Lage

Das Haus Krämerbrücke Nr. 17 "Zum Roten Turm" bestand ursprünglich aus zwei Häusern. Der Turm wurde von diesen Häusern im Norden und Westen umbaut. Die Turmräume im Keller und Erdgeschoss wurden funktionell dem Haus Nr. 17 zugeordnet. Das Haus "Zum Roten Turm", ein ehemaliger Biereigenhof, flankiert nordwestlich die Ägidienkirche und schließt nordöstlich das Brückenensemble ab.

Besonderheiten

Seit dem Mittelalter wird der Erdgeschossbereich des Roten Turmes mit seinen hohen gotischen Kreuzgewölben gewerblich genutzt. Nach Norden schließt sich - ebenfalls dem Café zugeordnet - ein Tonnengewölbe an. Im 1. Obergeschoss befindet sich über diesem Gewölbe eine historisch wertvolle Holzstube in Stabbohlenbauweise, die an zwei Seiten sowie im Deckenbereich im Originalzustand erhalten ist.

Nutzung vor der Sanierung

Der Gewölbekeller wurde als Lager genutzt. Im Erdgeschoss befand sich das Krämerbrücken - Café. Die Räume des 1. Obergeschosses waren der gastronomischen Nutzung zugeordnet, hatten aber keine interne Verbindung. Im 2.und 3. Obergeschoss befanden sich zwei ausgebaute Wohnungen.

Nutzung nach der Sanierung

Im Gebäude wurden zwei voneinander unabhängige Nutzungen untergebracht. Auf diese Weise soll eine flexiblere Vermietung ermöglicht werden.
Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss ist ein „Café zum Roten Turm“ untergebracht. Das 2. und 3. Obergeschoss ist als Herberge ausgebaut, welche die räumliche Vielfalt des bhenachbarten Sorat-Hotels erweitert.

Erdgeschoss Café 40 Sitzplätze
1. Obergeschoss Café 32 Sitzplätze
2. Obergeschoss Herberge 6 Betten in 3 abgeschlossenen Nutzungseinheiten
3. Obergeschoss Herberge 6 Betten in 3 abgeschlossenen Nutzungseinheiten

Kellergeschoss

Ein Kellerraum wurde als Lager für das Café saniert. Die Erschließung erfolgt über das notwendige Treppenhaus. Die öffentlichen Medienanschlüsse wurden neu in das Gebäude eingeführt. Das Gebäude erhielt einen Fernwärmeanschluss und die vorhandene Leitungsführung wurde an die neue Situation angepasst. Des weiteren befindet sich im Keller eine Hebeanlage und ein Fettabscheider. Der Treppenraum wurde mit einer Wand einschließlich einer T-30 Tür abgeschlossen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss befindet sich das „Café zum Roten Turm“. Als neuer Zugang ist die Süd-Ost-Ecke des Gebäudes geöffnet worden. Der ehemalige Zugang wurde mit einer Fenstertür versehen. Da sich im 1. Obergeschoss weitere Gasträume befinden wurde ein Speiseaufzug eingebaut. Für die interne Erschließung des Cafés wurde eine neue Treppe im Bereich des ehemaligen Zugangs vorgesehen.

1. Obergeschoss

Neben der restaurierten Bohlenstube, die auch als abtrennbarer Raum nutzbar ist, entstand ein weiterer offener Gastbereich. Die Nebenräume einschließlich der Sanitärbereiche wurden im 1.Obergeschoss untergebracht.

2. Obergeschoss

Die im 2. Obergeschoss befindliche Etagenwohnung wurde so umgebaut, dass drei Hotelzimmer mit separaten Sanitärzellen entstanden. Von der Diele aus erreicht man eine innen liegend Terrasse die als Lichthof ausgebildet ist. Eine in der Diele befindliche Innentreppe stellt eine Verbindung zwischen dem 2. und dem 3.Obergeschoss her. Dem Treppenhaus ist ein Serviceraum zugeordnet.

3. Obergeschoss

Im 3.Obergeschoss entstanden ebenfalls drei Hotelzimmer mit separaten Sanitärzellen. Die Diele wird über die Verglasung zum Lichthof belichtet. Der 2.Rettungsweg wird über die interne Treppe zum 2. Obergeschoss gewährleistet.

Dachgeschoss

Im Dachgeschoss befindet sich die komplette Lüftungsanlage des Gebäudes. Die noch teilweise vorhandene historische Dachkonstruktion konnte erhalten werden. Zwischen die vorhandenen Sparren wurde eine neu Konstruktion gestellt. Die stark geschädigte Dachhaut wurde durch eine neue Ziegeldeckung auf Holzlattung ersetzt.

Treppenhaus

Das vorhandene Dach über dem innenliegenden Treppenhaus und dem neuen Lichthof wurde zurückgebaut und durch ein Glasdach ersetzt. Dadurch konnte eine Belichtung und Belüftung dieser Bereiche gewährleistet werden. Die Treppe besteht aus einer geschweißten Stahlkonstruktion mit aufgelegten Natursteinstufen.


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