Benaryspeicher


Druckereimuseum und Schaudepot
der Museen der Stadt Erfurt im
Benary-Speicher des Sparkassen-Finanzzentrums

Bauherren:
Landesbank Hessen – Thüringen,
Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen

Nutzer:
Stadtverwaltung Erfurt – Kulturdirektion

Projektsteuerung:
GKT – Gesellschaft für Kommunalbau Thüringen

Architekt:
Rüdiger Weingart – Freier Architekt – Erfurt

Generalunternehmen:
Gebr. Bommhardt GmbH & Co. KG
Niederlassung Erfurt

Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Benary am Brühl entstand das Sparkassen-Finanzzentrum, welches sich beispielhaft in das gewachsene Umfeld einordnet. Teil dieses Areals sind auch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Benary-Speicher und Verwaltungsbau.
Der jüdische Kunst- und Handelsgärtner Ernst Samuel Benary ließ den Speicherbau im Jahre 1879 errichten. Dieser wurde bis vor einigen Jahren vorwiegend zur Lagerung und Aufbereitung von Blumensamen genutzt.
Ziel der Bauherren war es, den Benary-Speicher für eine museale Nutzung vorzubereiten und der Stadt Erfurt zur mietfreien Nutzung zu überlassen.
Im Zuge der Neugestaltung des ehemaligen Benary-Areals wurde 1997 die Gebäudehülle saniert (Fassade, Fenster, Dach). In den Jahren 1999 und 2000 wurde der Ausbau geplant und durchgeführt. Die gestalterische Grundidee war es, große lichtdurchflutete Räume zu erhalten, die den Speicher als Industriedenkmal in seiner Dimension wieder erlebbar werden lassen.
Durch Rückbau der raumbildenden Ausbauten wurde das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder hergestellt.
Das Gebäude ist ein 4-geschossiger Mauerwerksbau mit einer Klinkerfassade. Die hölzerne Baukonstruktion im Gebäudeinneren war in einem guten Zustand und konnte so als ein wesentliches Merkmal des Speichergebäudes erhalten werden. Für alle funktional notwendigen Einbauten wurden bewußt Materialien eingesetzt die einen Kontrast zwischen alt und neu herstellen und gleichzeitig einen harmonischen Gesamteindruck vermitteln.
Die Etagen des Hauptgebäudes mußten aus raumklimatischen und brandschutztechnischen Gründen luftdicht voneinander getrennt werden. Die einzelnen Etagen sind unabhängig voneinander zugänglich. Im vorhandenen Schacht des alten Lastenaufzuges wurde ein neuer Personenaufzug eingebaut. Dieser erschließt auch behinderten Besuchern den Zugang in die obere Ausstellungsebene.
Der unter Denkmalschutz stehende Sackaufzug ist vollständig erhalten und im Erdgeschoß in das Ausstellungskonzept eingebunden. Im Erdgeschoß sind vorwiegend historische Druckmaschinen ausgestellt. Desweiteren ist im Erdgeschoß ein Seminarraum entstanden. Im 1.Obergeschoß des Hauptgebäudes wird die Sammlung der Kämmerer sowie die Südseesammlung gezeigt. Das 2. und 3.Obergeschoß dienen zur Lagerung von musealen Gegenständen und Museumstechnik. Die Dachgeschosse sind nicht für eine Nutzung vorgesehen. Im Anbau sind die Funktionsräume wie Büro, Teeküche, Sanitäranlage und Technik untergebracht.


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